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Vogesen-Wanderung von den Hautes Chaumes zu den 4 Eiszeitseen

Text/Fotos: Infojet Redaktion  
Auf dem Höhenkamm der Vogesen, südlich von Col de la Schlucht, erstreckt sich ein einzigartiges Heidegebiet, die Hautes Chaumes. Mit herrlicher Panomrama-Fernsicht auf das Munstertal wandert man hier zwischen Heidelbeeren, Heidekräutern und Hochmooren am Rand der schroff zur elsässischen Seite hin abfallenden Felswände der Hochvogesen. An deren Fuß schmiegen sich mit dem Lac Blanc, dem Lac Noir, dem Lac Vert und dem Lac des Truites vier Eiszeitseen in durch die Gletscher der letzten Eiszeit ausgefräste Felskessel. Der Wanderer entdeckt auf dieser Rundtour diese vielgesichtige Berglandschaft.

Südvogesen - Querverweise:

Anfahrt: Von Colmar über die D417 bis Col de la Schlucht; rechts über die D61 bis zum Parkplatz am Dreieck
Einkehr: Ferme Auberge du Lac de Forlet Le Mille Mètres Auberge du Lac Noir
Reiseführer: Wanderkarte Ste-Marie-Aux-Mines
Kompass Wanderführer Elsass, Vogesen Mitte
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Bruckmanns Wanderführer Elsass und Vogesen
Reise Know-How Elsass und Vogesen
Rother - Vogesen: die schönsten Tal und Höhenwanderungen
Infos zur Wanderung
Tour: Wanderung
Stadt: Orbey
Start/Ende: Dreieck - Route des Crêtes
Länge: 16.4Km
Dauer: 5:30 Stunden:Minuten
Schwierigkeit: mittel
höchster/tiefster Punkt: 1302 Meter nach 2.8km Wegstrecke / 959 Meter nach 9.2km Wegstrecke
Summe Steigungen/Gefälle: 649 Höhenmeter auf 7.2km / 649 Höhenmeter auf 7.5km Wegstrecke
Steilstrecken (über 20%): 1.51km bergan und 1.37km bergab
Wegstrecke auf Landstraße: 0.2Km
Westrecke ohne Markierung: 0Km

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Höhenprofil
Wandertour im GPX-Format
Infos zur GPS Outdoor-Navigation

Rundwanderung zu den vier Eiszeitzeitseen unterhalb der Hautes Chaumes

bis hier 2.3Km
Wir beginnen die Wanderung zu den vier Eiszeitseen Lac Blanc, Lac Noir, Lac des Truites und Lac Vert am Parkplatz am Dreieck an der Route des Crêtes und folgen dort dem roten Rechteck in Richtung Gazon du Faing. Ein paar Meter weiter haben wir die Wahl, ob wir auf diesem Weg bleiben oder den Sentier Panoramique wählen. Beide Wege führen später wieder zusammen. Wir wandern nun durch die sehenswerte Hochweide der Hautes Chaumes. Hier sind ausgedehnte Wiesengebiete nur vereinzelt mit Tannen bestanden und die Landschaft gleicht einer Heide. Nach 800 Metern erreichen wir den Ringbuhlkopf. 400 Meter weiter haben wir eine herrliche Aussicht auf den Lac des Truites unter uns und das Munstertal weiter hinten. Die Felsen des Höhenkamms fallen hier schroff zur elsässer Seite hin ab. 700 Meter weiter gelangen wir an einen markanten Felssporn, den Taubenklangfelsen. 200 Meter weiter zweigt links ein Wiesenpfad, der an einer Holzplattform endet, direkt in das Hochmoorgebiet ab. Diesen kurzen Abstecher sollten wir uns nicht entgehen lassen. Zurück auf dem Hauptweg erreichen wir nach knapp 300 Metern den Gazon du Faing.
Gazon du Faing/de Faite
Der Gazon du Faing und der Gazon de Faite sind zwei nah beieinander liegende Granitgipfel eines Höhenzugs in den Vogesen. Sie sind über die Route des Crêtes, der Kammstraße D61, die die Gipfel dieses Höhenzugs miteinander verbindet, nördlich des Col de la Schlucht recht einfach zu erreichen. Gazon heißt soviel wie Rasen oder Wiese, was das Landschaftsbild hier auf einer Höhe über 1250 Metern recht gut beschreibt. Die Hochebene ist praktisch baumlos und nur mit Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Heidelbeeren bewachsen, die dem rauen Bergklima trotzen.
Der Gazon de Faing gehört mit 1306 Metern Höhe zu den zehn höchsten Erhebungen der Vogesen. Er fällt zur Elsässer Seite hin steil ab und bildet dabei schroffe Felswände und Felsnasen wie den Taubenklangfelsen auf 1299 Metern Höhe aus. Am Fuß des Gazon du Faing liegt 350 Meter tiefer der kleine Eiszeitsee Lac Noir, der von hier aus gespeist wird und auf den man von hier genau wie auf das Tal von Orbey und das Munstertal einen bemerkenswerten Ausblick hat. Ein paar Meter nördlich des Gazon du Faing ist die Hochebene ausgehend von Wasserlöchern, in denen permanent Wasser steht, vertorft und es hat sich eine reizvolle Hochmoorlandschaft gebildet. Hier wurde noch bis 1953 der Torf gestochen, bis die weitere Ausbeutung per Dekret verboten und das Gebiet zum Naturreservat erklärt wurde.
Die Region um den Gazon du Faing und den Gazon de Faite wird seit jeher als Hautes Chaumes, als Hochweiden genutzt. Zwischen 1871 und 1914 verlief über diesen Höhenzug die französisch-deutsche Grenze. Der Gazon de Faite, der 1,5 Kilometer südwestlich des Gazon du Faing liegt, ist 1303 Meter hoch. Sein Gipfel ist zweigeteilt in den Ringbühl, 360 Meter oberhalb des Lac Vert, und den Ringbühlkopf, 350 Meter oberhalb des Lac des Truites. Neben den zwei Seen öffnet sich auch von hier ein herrlicher Fernblick über das Munstertal.
Die Parkplätze an der parallel verlaufenden Route des Crêtes sind Ausgangspunkt für unvergessliche Panoramawanderungen über die Hautes Chaumes und hinunter zu den vier Eiszeitseen Lac Vert, Lac des Truites, Lac Noir und den Lac Blanc.
 


bis hier 6.8Km
Geradeaus geht es mit dem roten Rechteck weiter in Richtung Col de Calvaire. Auf dem Kammweg wandern wir am Rand des reizvollen Hochmoorgebiets der Hautes Chaumes entlang, das sich links von uns erstreckt. Rechts von uns überwiegen niedrige Sträucher und Heidelbeeren, die vereinzelt von Tannen überragt werden. Bald sind wir wieder von Nadelwald umgeben. Halbrechts zweigt der rote Kreis von unserem Weg ab, der uns die Richtung zum Lac Blanc weist. Wir folgen dem Wanderzeichen und steigen nun im Wald bergab. Wenig später wechseln wir die Markierung und gehen rechts mit dem gelben Rechteck bis zum Ufer des Lac Blanc. Wir entfernen uns wieder vom Ufer und steigen etwas bergan bis zur parallel verlaufenden D48.2, auf der wir über uns schon Autos fahren hören können. Am Rand der Landstraße gehen wir vor bis zum Besucherparkplatz am Lac Blanc.
Lac Blanc
Der Lac Blanc (weißer See) unterhalb der torfigen Hochebene Hautes Chaumes in den Vogesen entstand während der letzten Eiszeit. Er liegt auf 1052 Metern Höhe in einem Gebirgskessel, der von den über 100 Meter steil ansteigenden Felsen der Hautes Chaumes im Westen und des Col du Calvair im Norden begrenzt wird. In kalten Wintern kann man an den Steilhängen bis zu 100 Meter hohe Eisfälle bewundern. Der Lac Blanc oberhalb von Orbey und Keyserberg ist der größte Bergsee auf der elsässischen Seite der Vogesen. Er ist bis zu 72 Meter tief und bildet mit dem gut 100 Meter tiefer gelegenen Lac Noir etwa einen Kilometer südlich ein Pumpspeicherkraftwerk. Nachts wird mit nicht benötigtem Strom Wasser vom Lac Noir in den Lac Blanc gepumpt, das dann tagsüber beim Rückfluss in den Lac Noir Turbinen zur Stromerzeugung antreibt.
Den See dominiert ein markanter Fels, der Rocher Hans, an dem man sich in einer Kletterschule ausbilden lassen kann. Auf dem Rocher Hans steht eine Marienstatue. Am Lac Blanc kreuzen sich mit dem GR5, dem GR531 und dem GR532 drei überregionale Fernwanderwege. Am Südufer des Lac Blanc ist ein großer Parkplatz und einige Restaurants. Von hier starten Wanderungen auf markierten Wegen zum Rocher Hans und den anderen Eiszeitseen Lac Noir, Lac des Truites und Lac Vert sowie hinauf zu den Hautes Chaumes. Das Wintersportgebiet Col du Calvaire im Norden des Lac Blanc bietet Möglichkeiten für Alpin-Ski, Langlauf, Schneeschuhwandern und Rodeln.
 
bis hier 9.3Km
Von den Infotafeln aus wandern wir mit dem gelben Dreieck auf einem bequemen Forstweg um den Reisberg herum in Richtung Lac Noir. Der Waldweg steigt zunächst etwas bergan und fällt dann ab. Entspannt und unspektakulär erreichen wir nach 2,5 Kilometern den Lac Noir, wobei wir zuvor die Source Cornélia passiert haben.
Lac Noir
Der auf 955 Metern Höhe gelegene Lac Noir (schwarze See) schmiegt sich in einen durch Eiszeit-Gletscher geformten Kessel, der im Westen von den Steilhängen der Hautes Chaumes auf den Crêtes, dem Höhenkamm, der schroff bis auf 1272 Meter ansteigt, begrenzt wird. In einem weitern Kessel nördlich des Lac Noir und durch den Kammausläufer Reisberg getrennt, dessen Granitgestein bis auf 1272 ansteigt, liegt der Lac Blanc, der größte Bergsee auf der Elsässer Seite. Beide Seen bilden zusammen ein Pumpkraftwerk, über das mit überschüssigem Nachtstrom Wasser vom Lac Noir in den höher gelegenen Lac Blanc gepumpt wird, das dann zu Spitzenzeiten am Tag beim Rückfluss in den Lac Noir eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.
Der 45 Meter tiefe Lac Noir ist Etappenziel für Wanderungen von und zu den Hautes Chaumes und den anderen Eiszeitseen Lac des Truites, Lac Vert und Lac Blanc. Der idyllisch gelegene Eiszeitsee diente bereits zweimal als Kulisse für einen Kinofilm sowie für eine Serie.
 

bis hier 11.8Km
Von der Gedenkstätte am Lac Noir aus machen wir uns an einen Anstieg, wobei wir zunächst der rot-weiß-roten Markierung in Richtung Hautes Chaumes folgen. An einer Einmündung wechseln wir und wandern jetzt mit dem roten Dreieck in Richtung Lac des Truites weiter. Wir steigen noch etwas im Wald an, verlassen ihn und marschieren gemächlicher über eine freie Weidefläche und anschließend wieder durch ein Waldstück, an dessen Ende wir den Lac des Truites erreichen.
Lac des Truites/Lac du Forlet
Der Lac des Truites, der sich in einen großen Kessel, von Gletschern ausgefrästen Kessel schmiegt, ist der höchstgelegene Bergsee in den Vogesen. Die Höhenzüge Gazon du Faing und Gazon de Faîte, die den Eiszeitsee fast vollständig umschließen, steigen steil bis auf 1300 Meter an und betten den von Tannenwäldern und Viehweiden umgebenen Lac des Truites in ein idyllisches Bergpanorama. Der See selbst liegt auf 1061 Metern Höhe. Er ist 250 Meter lang, 125 Meter breit, bis zu 11 Metern tief und durch eine 130 Meter lange Mauer aufgestaut.
Mönche der Gegend nutzten den See einst, um Forellen großzuziehen. In einem Teich etwas oberhalb wurden Karpfen gezüchtet. Zwischen 1835 und 1837 wurde der Lac des Truites schließlich weiter aufgestaut. Der Stausee und die nahe gelegene Ferme Auberge sind ein beliebtes Wanderziel. Markierte Wanderwege führen von den Bergkämmen hinunter und weiter bis zu den anderen Seen Lac Vert, Lac Noir und Lac Blanc. Das Baden im Lac de Truites ist jedoch nicht gestattet.
 

bis hier 14.5Km
Mit dem See zur Rechten umrunden wir das Ostufer und verlassen den Hauptweg dort, wo ein Wiesenpfad von links einmündet. Wir richten uns nun nach dem gelben Punkt, der uns den Weg zum Lac Vert weist. Wir durchqueren die Wiese und wandern anschließend durch ein größeres Waldstück. Bei einer größeren Wiesenfläche verlassen wir den Wald und steigen zu einem Bauernhof hinab. Hinter dem Hof geht es noch ein paar Meter links durch eine Weide und anschließend wieder in den Wald. Bald schon taucht rechts unter uns der Lac Vert auf. Am Ufer des Bergsees gehen wir links vor bis zum Parkplatz.
Lac Vert/Lac de Soultzeren
Der Lac Vert (grüner See oder auch Lac de Soultzeren) schmiegt sich, umgeben von Nadelwäldern, im oberen Munstertal an den Osthang des Gebirgszugs des Tanets, der bis zu 1280 Metern Höhe aufragt. Der Lac Vert wurde zwischen 1835 und 1837 mit einer Mauer weiter aufgestaut. Er liegt auf einer Höhe von 1044 Metern, ist 215 Meter breit, 360 Meter lang und 17 Meter tief. Er ist einer von vier kleinen Eiszeitseen unterhalb des Tanets. Sein Name wurde dem grünen See wegen einer Alge verliehen, die das Wasser des Bergsees während ihres stärksten Wachstums zwischen Ende Juli und Ende August grün färbt.
Der Lac Vert und die drei anderen Eiszeitseen, der Lac des Truites, der Lac Noir und der Lac Blanc sind ein beliebtes Wanderziel für Wanderungen vom und auf den Höhenzug des Tanet, sowie des Gazon du Faing und den Ringelbuhlkopf. Um den See herum führt ein 1,2 Kilometer langer Rundweg. Der Lac Vert ist von Soultzeren aus über die D417, wovon eine Forststraße abzweigt, erreichbar. An der Staumauer gibt es einen Parkplatz sowie Picknick-Möglichkeiten. Im See selbst darf nicht gebadet werden.
 


bis hier 16.4Km
Vom Parkplatz aus steigen wir mit dem gelben Andreaskreuz in weiten Serpentinen nicht allzu steil zurück zum Höhenkamm (Crête) hinauf, wo wir oben wieder auf das rote Rechteck stoßen. Wir folgen dem Weg rechts durch einen schönen Laubwald das letzte Stück bis zum Parkplatz am Dreieck, wo wir die Rundwanderung begonnen haben.

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