Seite empfehlen | zu Favoriten | Newsletter

Brombeere: Wegbegleiter durch den Sommer



Text/Fotos: Redaktion FA-Navigator

Wer im Juni an Waldrändern oder durch Wiesengebiete wandert, trifft häufig auf weiß blühende, dornige Sträucher am Wegesrand. Dabei handelt es sich meist um Brombeeren, die wohl jeder schon einmal zu Marmelade verarbeitet auf dem Frühstücksbrötchen hatte. Die Brombeere wächst nun nicht an Sträuchern, sondern ist eine Kletterpflanze und strenggenommen ist sie auch keine Beere, sondern eher eine Steinfrucht, so wie eine Kirsche. Doch solche botanische Spitzfindigkeiten interessieren den Wandersmann nur am Rande, denn viel wichtiger ist, was man mit einer Brombeere so alles anstellen kann.

Die Früchte der Brombeeren sind sogenannte Sammelfrüchte - nicht weil man sie so gerne sammelt, sondern weil sie aus bis zu 20 einzelnen, kugeligen Einzelfrüchten bestehen. Dem aufmerksamen Wanderer ist bestimmt nicht entgangen, dass es auch Brombeeren gibt, deren Sammelfrüchte lediglich aus wenigen, dafür aber größeren Einzelfrüchten bestehen und bei denen das Geschmackserlebnis nicht allzu groß ist. Das sind dann die Kratzbeeren, die zwar auch essbar sind, aber bei weitem nicht so munden wie die echten Brombeeren.

Wenn die Brombeere also nicht direkt den Weg in den Verdauungstrakt findet und es bis in die Küche überlebt, kann man aus ihr wohlschmeckende Marmelade, Gelee, Saft, Wein oder Likör herstellen oder sie als Dessert dem Quark oder Joghurt beimischen. Sammeln kann man die Früchte von Juli bis in den Oktober hinein.

Aus den Blättern der Brombeere lässt sich ein schmackhafter Aufguss bereiten. Dazu trocknet man die, am besten im Frühjahr gesammelten, jungen Blätter und übergießt sie direkt mit kochendem Wasser oder aber man fermentiert die Blätter und bereitet dann einen Aufguss aus ihnen.

Schlagwörter: Brombeeren sammeln, Blüten, Früchte, Wildbeeren, Wildfrüchte, Aufguss, einheimische Pflanzen bestimmen
Produktsuche: