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Elsass - französisch-deutsche Kulturgeschichte![]() Text/Fotos: Redaktion FA-Navigator
Im Osten Frankreichs, an der Grenze zu Deutschland, liegt das Elsass. In den vielen Nachbarschaftskriegen zwischen den beiden Ländern fiel die Region immer mal wieder in die eine oder andere Hand. Nachdem es nach dem 1. Weltkrieg an Frankreich wieder angegliedert und später durch das nationalsozialistische Deutschland wiederum annektiert wurde, gehört es seit 1945 politisch wieder zu Frankreich. In der Kultur und besonders in den Ortsnamen spiegelt sich die wechselvolle Geschichte dieses Landstrichs wider.
Kulinarisch bekannt ist die Region wegen ihres Weißweins, insbesondere des Rieslings und der süßen Gewurztraminer- sowie Muscat-Dessertweine und der herzhaften Küche mit deftiger Schlachtkost und Sauerkraut. Viele Wein- und Krautfeste zelebrieren die derbe Kost, die so wunderbar mit den feinen Weinen harmoniert. Nicht nur kulinarisch sondern auch kulturell sind die deutschen Einflüsse unübersehbar: Bunte Fachwerkhäuser, Schlachtplatte und Weihnachtsmärkte sind nicht gerade typisch französische Errungenschaften. Daher ist das Elsass besonders bei den Franzosen selbst, die am liebsten im eigenen Land verreisen, als Ausflugsziel sehr beliebt, da es zwar französisch ist, aber doch irgendwie wie das Ausland. So karren zur Adventszeit zahllose Busunternehmen Menschen von nah und fern zum Weihnachtsmarkt nach Straßburg, auf dem sich die weihnachtsdekorativ sonst eher zurückhaltenden Franzosen vom festlichen Überschwang verzücken lassen.
EguisheimEin paar Kilometer südlich von Colmar liegt das kleine Winzerörtchen Eguisheim mit seinen schmucken Fachwerkhäusern und engen Gassen. Hoch über dem Ort schneiden drei Burgruinen ihre Silhouette in den Horizont. Eine 10 Kilometer kurze Wanderung führt durch die Weinberge hinauf ins tiefste Mittelalter.
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