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Geister und Räuber im Fischbachtal![]() Text/Fotos: Redaktion FA-Navigator
Das Schloss Lichtenberg gehört zu den bekanntesten, heute noch erhaltenen Wehranlagen des Odenwalds. Als ehemalige Burg beherbergte der Ort sicher auch mal einen Schlossgeist, von dem jedoch nichts überliefert ist. Anders dagegen verhält es sich mit dem Geist des Ritters von Rodenstein, der in Kriegszeiten mit seinem Geisterheer über die Höhenzüge des Odenwalds geprescht ist und den Leuten von dem drohenden Unheil verkündet hat. Mystische Quellen, verfallene Burgruinen, keltische Opferplätze, verwunschene Felsen und Wälder - die dichten Wälder der dünn besiedelten Region sind voll von spannenden Sagen, von denen der Dichter Werner Bergengruen die schönsten in seinen Buch vom Rodensteiner zusammengefasst hat. Neben Geistern trieben hier aber auch seit jeher Raubgesellen ihr Unwesen. Im Fischbachtal ging eine Bande mit Anführer aus Niedernhausen, Latz genannt, auf Beutezug. Nicht nur Raub sondern auch Mord wurde ihm zur Last gelegt. Mit seinen Spießgesellen hauste er in einer heute verschütteten Räuberhöhle, dem Latzekeller, bei Nonrod.
Die abwechslungsreiche und landschaftlich sehr anspruchsvolle Rundwanderung führt von Lichtenberg aus zum Eselsbrunnen, zum Bollwerk und dem Schloss Lichtenberg. Der Kleine Ort Nonrod, die Burgruine Rodenstein, Neunkirchen sowie die keltische Ringwallanlage Heuneburg liegen ebenfalls auf der Wanderroute. In stetem Auf- und Ab geht es zu den sagen- und geschichtsträchtigen Plätzen durch heute befriedete Wälder und idyllische, hügelige Wiesenlandschaften. Etwa fünfeinhalb Stunden sind für die anspruchsvolle Tour einzuplanen. Unterwegs gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten sowie schöne Picknickplätze für diejenigen, die mit Marschgepäck unterwegs sind.
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